Duschkabinen Kaufberater - Ratgeber
Duschkabinen - Unterschiedliche Varianten im Vergleich
Die Einbausituation ist entscheidend
Unsere Duschkabinen Top-Seller
Die perfekte Tür für Ihre Duschkabine
Die richtige Glas-Wahl
Beliebtes Material: Einscheibensicherheitsglas (ESG)
Das Einscheibensicherheitsglas wird häufig beim Bau von Duschkabinen verwendet. Das Glas besteht aus einer einzigen Scheibe, die im Herstellungsvorgang auf etwa 600 Grad erhitzt wird. Im Anschluss wird die Scheibe gekühlter Luft ausgesetzt. Durch diesen Vorgang kühlt das Äußere der Scheibe deutlich schneller als das Innere ab. Es entstehen unterschiedliche Zug- und Druckspannungen im Glas, die für eine höhere Stoß- und Schlagfestigkeit sorgen. Ein weiterer Vorteil des Herstellungsverfahrens von ESG ist die höhere Unempfindlichkeit der Glasscheibe gegenüber starken Temperaturschwankungen. Gerade in der Dusche können durch Heiß- und Kaltwasser solche Schwankungen entstehen, sodass herkömmliches Floatglas reißen könnte. Sollte eine Scheibe aus Einscheibensicherheitsglas dennoch zu Bruch gehen, zerfällt sie in viele kleine Würfel, die meist keine scharfen Kanten ausbilden. Das Schnitt- und Verletzungsrisiko sinkt erheblich. Zu beachten wäre noch, dass ESG einen leichten Grünstich aufweisen kann. Der Effekt ist beim Kauf oft nur an den Kanten zu bemerken. Montiert man das Glas aber in einem hellgefliesten Bad, bemerkt man im Rundblick die "Verfärbung" der Fliesen. Vor allem bei hellen oder weißen Badfliesen sollte man daher darauf achten, dass das verwendete Glas ein ESG Weißglas ist. Beim Weißglas tritt der Effekt der Grünverfärbung gegenüber dem Klarglas nicht auf.
Dünne Folie mit großer Wirkung: Verbundsicherheitsglas (VSG)
Das Verbundsicherheitsglas besteht aus zwei Glasscheiben, zwischen denen sich eine Folie befindet. Unter Druck und Hitze werden die Komponenten fest zu einer Einheit zusammengefügt. Das große Plus dieses Glases liegt in seiner "Resttragfähigkeit". Denn im Falle einer Beschädigung fällt das Glas nicht auseinander, sondern bleibt durch die Folie verbunden. Oft halten die Scheiben dadurch sogar befestigt in ihrer Öffnung, sodass keine einzige Scherbe auf dem Boden landet. Bei Überkopfverglasungen beispielsweise im Eingangsbereich oder bei Balkonbrüstungen ist VSG sogar Teil der Bauvorschrift. Es liegt auf der Hand, dass das Verletzungsrisiko im Bad dadurch nochmals erheblich gesenkt wird. Ein weiterer Vorteil lieg in der Schalldämmung von Verbundsicherheitsglas. Die verbundenen Gläser und die Folie sind nur schwer in Schwingung zu versetzen, was die Weiterleitung von Schall vermindert. Rauschendes Wasser - oder geträllerte Duschlieder - sollten so niemanden außerhalb der Duschkabine stören. Das Preisniveau ist bei VSG etwas höher als bei ESG, abhängig vor allem von der Stärke des Glases.
Eine echte Alternative: Kunstglas
Das Kunstglas ist etwas aus der Mode gekommen, darf aber in einem umfassenden Ratgebertext nicht außer Acht gelassen werden. Die Vorteile des Kunstglases liegen im Material selbst. Der Kunststoff wird in einer Stärke von etwa 6 Millimeter gefertigt und ist deutlich leichter als echtes Glas. Dazu kommt, dass Kunstglas äußerst bruchstabil und damit kaum kaputt zu bekommen ist. Das das geringe Gewicht von Kunstglas macht den Einbau gegenüber echtem Glas deutlich leichter. Ein weiterer Vorteil ist der niedrige Preis von Kunstglas. Die Langlebigkeit von Kunstglas wird eigentlich nur durch sehr kalkhaltiges Wasser gefährdet. So kann der Kalk auf Dauer den Kunststoffscheiben zusetzen, was zu Eintrübungen führen kann.
Für mehr oder weniger Durchblick: die Wahl der Oberfläche
Auch bei der Wahl der Oberfläche gilt es ein paar Entscheidungen zu treffen. Manche Hersteller bieten Duschwände mit Antikalk-Beschichtungen für die Innenseite an. Der sogenannte Lotuseffekt soll dadurch das Absetzen von Kalk auf der Glasscheibe vermindern. Ganz kann auf eine Reinigung der Glasoberfläche aber nicht verzichtet werden, jedoch wird diese deutlich leichter durch die entsprechende Beschichtung. Achtgeben muss man aber bei der Wahl des Reinigungsmittels. Das falsche Tuch oder Reinigungsmittel kann die Oberflächenbeschichtung angreifen, so dass sie nach und nach entfernt wird. Folgen Sie zur richtigen Reinigung den Herstellerempfehlungen! Auch für die Außenseite einer Duschwand bestehen mehrere Möglichkeiten für ein Dekor. So kann durch Strukturierung oder Mattierung die Transparenz der Glasscheibe auf der Außenseite vollflächig oder teilweise verändert werden. Hierbei gibt es viele verschiedene Wahlmöglichkeiten wie etwa eine graue Mattierung der Scheibe, Milchglas-Effekte, ein Tropfendekor und vieles mehr. Lassen Sie sich dazu vom Fachmann Ihrer Wahl Muster zeigen.
Auf die Beschichtung kommt es an
Mit einer speziellen Beschichtung, wie z.B. KermiClean, oder des Fixil-Glassiegels haben Sie bei Kauf die Möglichkeit das Glas Ihrer Duschkabine zusätzlich zu schützen. Diese Veredelung sorgt dafür, dass Ihre Duschkabine keiner intensiven Pflege mehr bedarf. Der Schutzfilm versiegelt die Oberfläche des Glases und dafür sorgt, dass sich nur noch kaum, oder kein Wasser auf der Glasscheibe niederlässt. Es wird eine sogenannte wasser-/schmutzabweisende Oberfläche geschaffen. Man spricht hierbei vom sogenannten Lotusblüteneffekt. Das Wasser perlt regelrecht die Glasscheibe runter. Im Anschluss kann die Restfeuchtigkeit (sofern vorhanden) mit einem Glasabzieher abgezogen, oder einem Tuch aufgenommen werden. Wenn man mal in den Genuss gekommen ist, eine versiegelte bzw. veredelte Duschkabine besessen zu haben, dann wird man diese Imprägnierung nicht mehr missen wollen. Schließlich möchte man gern duschen gehen und nicht immer an den Akt nach der Dusche denken, wie viel Glas hinterher geputzt werden muss. In der Regel genügt das bloße Abspülen und die Dusche ist wieder sauber. So gibt man Kalk keine Chance.
Duschkabine barrierefrei? Einfacher, als man denkt!
Die 7 wichtigsten Schritte für ein barrierefreies Bad!
Ganz egal, ob Sie einfach auf Bequemlichkeit Wert legen, ob Sie Ihrem Kleinkind einen sicheren Einstieg ermöglichen oder selbst mit einer Gehhilfe möglichst ebenerdig in die Duschkabine gehen wollen: Barrierefrei ist Ihr Stichwort. Moderne, elegante Duschlösungen sind meist barrierefrei und damit behinderten-, senioren- und kleinkindgerecht!
1. Was bedeutet "barrierefrei" in Bezug auf die Dusche eigentlich?
Die meisten Duschen haben eine etwas erhöhte Duschtasse. Das war früher üblich, das Wasser sollte sicher in der Dusche bleiben, zuverlässig ablaufen. Technisch sind die erhöhten Ränder nicht nötig. Duschtassen werden heute oft einfach leicht abschüssig zum Abfluss hin angelegt. Das reicht aus, um das Wasser zuverlässig ablaufen zu lassen. Der Einstieg in eine solche Duschkabine ist ebenerdig und damit barrierefrei. Barrierefrei kann aber auch bedeuten, dass die Duschkabine auf eine Duschtür verzichtet. Dann dient eine Wand als Spritzschutz zum übrigen Badezimmer hin.
Weitere wichtige Überlegungen hinsichtlich der Barrierefreiheit betreffen die Höhe der Armaturen und eventuell vorhandene Haltegriffe auf der richtigen Höhe. Die Temperatur im Badezimmer muss so ausgelegt sein, dass ein längerer Aufenthalt zur Körperpflege angenehm ist. Die Wandverkleidung sollte widerstandsfähig sein, ein Fliesenersatz bietet sich an. In einem barrierefreien Badezimmer kümmern sich Menschen mit Bewegungseinschränkungen selbstständig um die individuelle Körperhygiene.
2. Einstieg in die Duschkabine - Stolperfallen vermeiden
Eine hohe Duschwanne ist immer mit einem schwierigeren Einstieg verbunden. Besonders unangenehm ist das, wenn Sie in Ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind. Die sogenannte dänische Dusche kommt ohne die Duschwanne aus - Sie gelangen also ebenerdig in die Dusche. Ebenerdig bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass es überhaupt keine Schwelle oder Höhenunterschiede gibt: Die Einstiegshöhe kann extrem niedrig sein oder gar nicht vorhanden. Achten Sie bei der Wahl Ihrer barrierefreien Duschtasse also unbedingt auf die Einstiegshöhe! Geringe Höhenunterschiede lassen sich mit Gehhilfen noch relativ leicht überwinden.
3. Armaturen müssen einfach zu bedienen sein
Es reicht in der barrierefreien Dusche nicht aus, die Armaturen einfach ein bisschen nach unten zu setzen. Die DIN EN 18040-2 legt fest, wann eine Dusche behindertengerecht ist. Ein Einhebelmischer oder alternativ eine berührungslose Armatur müssen schon sein. Die Armatur muss sitzend erreichbar sein, eine Höhe von 85 Zentimetern über dem Boden gilt als ideal. Denn Armaturen in dieser Höhe können auch von Kindern und von Menschen ohne körperliche Einschränkungen bedient werden.
4. Sorgen Sie für Halt in der Dusche!
Immer dann, wenn Wasser im Spiel ist, besteht Rutschgefahr. Die versuchen wir zwar über entsprechende Materialien auf dem Boden beziehungsweise in der Duschtasse weitgehend zu unterbinden, aber ganz eliminieren lässt sie sich doch nicht. Haltegriffe in der Dusche geben Ihnen Sicherheit. Die Haltegriffe sollten in Sitzhöhe angebracht sein, damit Sie sicher auf Ihren Duschsitz gelangen. Als Standard für höchste Sicherheit gelten beidseitige Stützklappgriffe.
Der Duschsitz sollte in einer Höhe von 45 Zentimetern über dem Duschboden angebracht sein, die Stützklappgriffe noch einmal 28 Zentimeter über der Sitzfläche. Damit Sie die Griffe sicher greifen und halten können, sind die Haltegriffe etwa 15 Zentimeter länger als die Sitztiefe. Verletzungen vermeiden Sie, wenn Sie die Griffe in einem Abstand von etwa 65 bis 70 Zentimetern anbringen.
5. Angenehmes Raumklima für sichere Bewegungen
Wenn Bewegungen schwerfallen und Sie körperliche Einschränkungen hinnehmen müssen, benötigen Sie für die Körperpflege etwas mehr Zeit. Das Raumklima im Badezimmer sollte einen längeren, angenehmen Aufenthalt ermöglichen. Ist es zu kühl, verkrampft die Muskulatur, und Ihre Bewegungen werden unsicherer. Bei einem zu warmen Badezimmer müssen Sie dagegen mit Kreislaufproblemen rechnen. Zur behindertengerechten, barrierefreien Dusche gehören also eine angenehme Raumtemperatur und eine nicht zu hohe Luftfeuchtigkeit.
6. Duschrückwand statt Fliesen: robust und leicht zu reinigen
Wer mit dem Rollstuhl in die Duschkabine fährt, berührt die Wand unter Umständen auch etwas unsanfter. Fliesen verzeihen das vielleicht, vielleicht aber auch nicht. Vor allem aber ist die Erschütterung bei der Kollision mit einer harten Wand unangenehm für Sie. Noch viel unangenehmer ist es, die Fliesenfugen regelmäßig von Kalk, Algenbelag, vielleicht sogar Stockflecken und Schimmel zu reinigen. Fliesenfugen sind anfällig. Deshalb bietet sich für die barrierefreie Dusche eine Duschrückwand aus Aluminiumverbund an. Die Wandverkleidung sieht immer stilvoll aus, ist absolut wasserundurchlässig und frei von Fugen. Hier perlen Wasser und Schmutz einfach ab. Die Duschrückwände sind robust und halten Stöße, Schläge und Kratzer aus, ohne sichtbare Spuren davonzutragen. Unter den zahlreichen Designs finden Sie garantiert das Passende für Ihr barrierefreies Badezimmer!
7. Frühzeitig planen!
Ein barrierefreies Badezimmer ist nicht nur für ältere Menschen interessant, sondern auch für Paare mit kleinen Kindern. Denn gerade Kleinkinder sind unglaublich stolz auf alles, was sie selbst machen können. Geben Sie Ihren Kindern also die Möglichkeit, ihre Körperpflege weitgehend selbst zu handhaben! Wenn die Kinder größer werden, ist der ein oder andere Unfall beim Sport und beim Toben vorprogrammiert. Das barrierefreie Badezimmer mit der behindertengerechten Dusche ist bei Verletzungen des Bewegungsapparats von Zerrungen und Stauchungen über gebrochene Knochen bis hin zu Bänderrissen eine enorme Erleichterung.
Und dann ist da noch das Argument der Ästhetik: Das Badezimmer ist eine Wohlfühloase, ist Spa und Wellnessbereich. Einheitliche, elegante Konzepte überzeugen einfach. Können Sie sich vorstellen, wie Ihr Badezimmer mit einer großflächigen, freistehenden Duschwand aus Echtglas aussieht, wenn sich das Licht in der sandgestrahlten Oberfläche bricht und die Duschrückwand in Naturstein-Optik durchscheint?
Duschkabine reinigen - so wird alles sauber!
Werden Duschkabinen nicht regelmäßig geputzt, bilden sich an den Rändern und in den Ecken schon bald Verfärbungen, Kalkflecken und im schlimmsten Fall Schimmel. Hier sind einige Tipps und Tricks zusammen gestellt, wie Sie Ihre Duschkabine ohne Mühe strahlend sauber bekommen!
Auf aggressive Reiniger verzichten
Im Handel sind viele verschiedene Reinigungsmittel erhältlich. Ein großer Teil ist allerdings recht aggressiv. Starke Putzmittel erzielen zwar oft einen guten Erfolg bei hartnäckigen Verschmutzungen. Bei falscher oder zu häufiger Anwendung können sie aber gegebenenfalls die Oberflächen und Materialien beschädigen. Vor allem Naturstein und Beschichtungen sind sehr empfindlich.
Es ist daher ratsam, bei der regelmäßigen Reinigung auf milde Putzmittel zurückzugreifen. Eine gute Wahl ist ein milder Neutral-Reiniger. Auch andere, milde Reiniger ohne Scheuerpartikel und sogar Handspülmittel eignen sich. Scheuerpulver und flüssige Scheuermittel und scharfe Reiniger können auf empfindlichen Oberflächen Kratzer, Verfärbungen und Absplitterungen verursachen. Verzichten Sie ebenso auf harte Scheuerschwämme. Für Glas und andere glatte Oberflächen können Sie stattdessen Mikrofasertücher verwenden.
Nach jeder Reinigung mit einem Putzmittel sollten Sie die Rückstände des Reinigers unbedingt mit klarem Wasser abspülen. Je nach Zusammensetzung des Reinigers kann es zu Verfärbungen oder Beschädigungen von Oberflächen oder Dichtungen kommen, wenn Sie die Reiniger nicht restlos entfernen.
Was tun gegen Kalk?
Gegen Kalk ist Essig unschlagbar: verdünnen Sie Essigessenz oder Tafelessig mit Wasser und tragen Sie das Essigwasser auf Armaturen, Dusch- und Badewannen auf. Essigreiniger können Sie pur anwenden. Bereits eine Minute später können Sie alles mit klarem Wasser abspülen und die Armaturen und die Wanne strahlen wie neu. Kalk löst sich so ohne jegliches Schrubben von alleine.
Glas-Duschwände sind pflegeleicht
Viele Duschwände und Duschkabinen bestehen aus Sicherheitsglas. Oft sind die Glaswände heutzutage noch gesondert vom Hersteller versiegelt, um die Oberflächen zu glätten. Das hat den Vorteil, dass sich Schmutz dort nur schlecht anhaften kann.
Zur Reinigung von Glas-Duschkabinen eignet sich Glasreiniger hervorragend, denn er hinterlässt ein streifenfreies Ergebnis. Es lohnt sich außerdem, nach jeder Benutzung der Dusche die Kabine mit klarem Wasser abzuspülen. So werden Seifenreste und andere Verschmutzungen direkt entfernt und können sich gar nicht erst festsetzen. Um Wasserflecken auf den Glaswänden vorzubeugen, sollten Sie die nassen Wände mit einem Abzieher direkt trocknen. Sind Sie hier konsequent, können Sie sich viel Zeit und Mühe beim gründlichen Putzen sparen, da die größten Verschmutzungen gar nicht erst entstehen.
Ecken nicht vergessen
Schmutzige Duschwände fallen vielen Menschen direkt beim Betreten des Badezimmers ins Auge. Daher stehen die großen, sichtbaren Flächen von Duschkabinen meist im Zentrum der Arbeit, wenn es um das Putzen der Dusche geht. Die richtig hartnäckigen Ablagerungen aber befinden sich in der Regel nicht an den glatten Wänden, sondern in den schlecht erreichbaren Ecken in der Kabine. Dort sammelt sich das Wasser beim Abfließen, ebenso Seifenreste, Kalk und Haare.
Legen Sie den Fokus also nicht nur auf die sichtbaren Teile der Dusche, sondern ebenso auf die Ecken und Nischen, die sonst eher selten Beachtung finden. Selbst wenn die Reinigung in der hintersten Ecke möglicherweise umständlich ist, sollten Sie hier nicht nachlässig sein.